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laxo II: The fever of the human voice · 2 Juli 2010 by Medusa Cramer

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(iMix “the fever of the human voice” no longer available)

„… a kind of groping experimenting, and its conception draws on means that are hard to admit, not very rational or reasonable. They are means that stem from the sphere of dreams, from the pathological process, from esoteric experiences, from drunkenness or excess. One moves towards the horizon on the plane of immanence, returns with reddened eyes, even if they are the eyes of the mind (…) One does not think without presently turning into something else, something that does not think, an animal, a plant, a molecule, a particle, things that return to thinking and start it anew.” Gilles Deleuze, Felix Guattari: What is philosophy?

Das Fieber der menschlichen Stimme

Was in der Frühgeschichte als Schamanenrituale zelebriert wurde – nämlich die Erschliessung und symbolische Kontrolle unserer Umwelt über den Rausch und die Ekstase – war zumeist musikalisch strukturiert. Viele Aspekte lassen sich auch in aktuellsten musikalischen Werken und popkulturellen Szenen finden. Gradmesser der ekstatischen Entgrenzung des musikalischen Akteurs ist zumeist seine Stimme. Sie tut uns kund, welche Stadien von Immersion und Ekstase von den Vortragenden durchschritten werden; sie vermittelt Wissen und Codes, sie verleiht dem Wort seine emotionale Bedeutung. In der Hitze des Kundtuns liegt zuweilen ein gewisses Fieber in der Stimme – ihm möchte ich in diesem iMix nachspüren. Dabei steht nicht nur die affektive, erregte, manische menschliche Stimme im Vordergrund, sondern ebenso, worauf sie sich bezieht. Ihr Klang überlagert die Wirklichkeit mit Emotionen, färbt sie damit regelrecht ein – ein Zustand, der vor allem in Drogenerfahrungen oder bei psychischen Störungen verstärkt auftritt. Die eher dunkle, surreale musikalische Reise führt durch unterschiedlichste Stadien entgrenzten menschlichen Empfindens: Rausch, Lust, Liebe, Hass, Verzweiflung, Sehnsucht: Emotionale Zustände, die unsere Welterfahrung vertiefen. “Das Fieber der menschlichen Stimme” ist eine psychotische Reminiszenz an das Duo “Klangkrieg” aus dem kühlen Hamburg, das einst eine phantastische CD mit selbem Titel veröffentlicht hat. Ganz besonders denke ich hier an meinen Freund Felix Kubin, der – das weiss fast niemand – einst Hälfte des besagten Duos gewesen ist. Und ich denke noch an einen weiteren, ganz besonderen Freund, der das Duo mit seinem Stück auf “das Fieber der menschlichen Stimme” kurzzeitig zum Trio werden liess, auch wenn dies “aus den hinteren Reihen” geschah. Wer weiss, wie er heisst, soll mir schreiben, medusaatavataradio.net, der/die Erste gewinnt ein Avatacoat-Poloshirt. Mitarbeiter der Firmen Gagarin und A-Musik sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

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